Mein erster Halbmarathon: SOOOOOO GEIL!

SchweinehundGenau den galt es zu überwinden:

Dienstag, 03. Oktober 2006, morgens 08:00. Es schüttet wie verrückt, wird gar nicht richtig hell und die Tagestemeraturen sind auch ganz schön zurück gegangen! Und das ausgerechnet am Tag des 11. Nürnberger Stadtlaufs, meinem ersten Halbmarathon. Aber was soll’s. 9 Monate zwar nicht ganz konsequenter, aber doch ernsthafter Vorbereitung sollten nicht umsonst gewesen sein. Das Ding wird jetzt durchgezogen. Ich mußte meinen inneren Schweinehund überwinden.

Und mit dem Resultat bin ich im Großen und Ganzen auch ganz zufrieden:

  • zwei große Blasen (obwohl viel getapet war)
  • zwei blutige Brustwarzen (hatte ich gar nicht bemerkt beim Laufen)
  • zwei müde Beine
  • ein durchschnittlicher Puls von 155
  • und eine Zeit von 1:56:46! (5:33 pro Kilometer)!

Mein Fazit: Der Lauf war hammergeil, hätte ich nie gedacht! Der Regen störte überhaupt nicht und die Temperatur war fürs Laufen perfekt! Die befürchteten Qualen während der 21,1 km blieben aus und auch die „Nachwehen“ sind erträglich.

In der Nachbetrachtung muß ich allerdings sagen, die eine oder andere Minute hätte ich noch rausholen können. Da ich noch nie 21,1 km am Stück gelaufen bin, war wohl der Respekt vor dieser Strecke etwas zu groß. Aus lauter Angst, nicht zu schnell zu beginnen lief ich schon die ersten 5 km im Schnitt über 27 Minuten. Das war – verglichen mit meinen Trainingseinheiten – extrem langsam. Aber das ist jetzt völlig egal, Haupsache, die 2-Stunden-Marke ist geknackt!

Der Streckenverlauf war relativ problemlos zu bewältigen und auch sehr abwechslungsreich. Die Meilensteine lassen sich wie folgt beschreiben:

Der erste Kilometer ging ziemlich lahm los, bis sich allmählich das ganze Feld ausgedehnt hat.

Bei km 14 hatte ich einen kleinen Anflug von Wadenkrämpfen, die aber noch bevor sie ausbrachen wieder von selbst verschwunden sind.

Nach ca. 17 km spürte ich meine Beine überhaupt nicht mehr und ich hatte das Gefühl, endlos so weiter laufen zu können! Als mir dann kalr wurde, des es ja nur noch 4 KM zum Ziel waren, schaltete ich einen Gang höher (gefühlsmäßig zumindest!).

Der längste Kilometer war – wie wohl bei jedem – der Letzte. Er zog sich wirklich extrem lange. Und dann kam er, der Moment, in dem man die Ziellinie überquert. Aaaaah!

Zuletzt noch eine Bemerkung zum Publikum:

Ich finde absolut super, bei einem solchen Wetter über zwei Stunden am Straßenrand die Läufer anzufeuern. Respekt!

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