Weltkulturerbe Sukhotai

Am Morgen haben wir (oder mussten?) erst einmal Almosen in Form von Essen einem Mönch überreichen. Wünsche sollen dadurch in Erfüllung gehen. Buddhisten achten sehr darauf, zu Geben und gute Taten zu vollbringen. Unsere Reiseleiterin hat sich bereits am ersten Tag als eine sehr, sehr, wirklich sehr gläubige Buddhistin entpuppt. Indizien dafür:

  • wir hatten uns gefragt, warum sie auf den Märkten so viel Essen und Blumen einkauft. Jetzt wissen wir: in jedem Tempel gibt sie eine Opfergabe, verbeugt sich und betet vor jeder Buddha-Statue. Ich meine jeder!
  • Gestern hatten wir auf dem Markt noch zappelnde Fische gekauft, die eigentlich für den Kochtopf gedacht waren (Hackebeil war direkt daneben). Wir ließen sie im Fluss wieder frei, um eine gute Tat zu vollbringen

Unser erstes Ziel war in Phitsanulok der Tempel Wat Phra Si Rattana Mahathat mit dem schönsten und heiligsten Buddha aus dem 14. Jahrhundert. Direkt daneben hatte ein Wochenmarkt seinen ersten Tag und lud zum Durchqueren ein. Ein Markt ohne Touristen, ohne Ramsch und mit viel Insekten. Frittiert natürlich. Es macht den Anschein, dass diese Gattung im Norden gefragter ist. In Bangkok haben wir keine fritierten Heuschrecken oder ähnliches gesehen. Mittags ging es in eine Thai-Bude. Wir bestellten 1 x Phat Thai, 1 x Wan Tan (zumindest war das so ähnlich) und drei mal Tom Yam. Dazu gab es Pepsi Cola. Ich habe mich von meiner großzügigen Seite gezeigt und Doi, unsere Reiseleiterin, eingeladen. Wie ich gelernt habe, muss man ja auch Geben können. Und für in Summe 200 Baht, also nicht mal 5 Euro, kann ich das gerade noch verkraften.

Weiterfahrt nach Sukhotai, seit 1991 Weltkulturerbe. Die Stadt erinnert an das ehemalige Königreich aus dem 13./14. Jahrhundert und gilt als die Wiege Thailands. Ähnlich wie in Ayutthaya liegen die besten Zeiten hinter der Stadt, dafür kann man die Stille der Ruinen auf sich wirken lassen. Mit dem Fahrrad erkundeten wir den Historical Park mit dem Wat Mahathat. Er war bereits Spätnachmittag und ich konnte ein paar schöne Bilder mit Sonnenuntergang hinter den Ruinen knipsen. Am schönsten war für uns der östlich gelegene Wat Chang Lom, ein glockenförmiger chedi, der von 36 Elefanten getragen wird.

Im Hotel hatten wir erstmals Zeit, für eine Stunde die Füße hoch zu legen und den Pool zu genießen.

  1. Manni

    Autofahrer grüssen auch Geisterhäuschen durch Hupen! Der Buddhismus ist schon massiv verwurzelt, ebenso wie die Königsverehrung. Kaum eine Pinte, in der nicht ein Bild von RAMA IX, dem heutigen König hängt, mit mehr als 60 Jahren der mit Abstand dienstälteste Monarch der Welt. Und Punkt 18:00 wird im Fernsehen die Nationalhymne, wie aber auch im Kino vor jeder Vorstellung, gespielt, übrigens mit extrem martialischem Text.
    In Sukhotai wurden schon einige Videos gedreht, mir fällt gerade Bon Jovi ein!
    PS.: vielen lieben Dank für die Geburtstagsgrüsse!

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